Brief
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Auf einen Blick
Fragestellungen rund um Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) sind auf der Vorstandsagenda der Banken in den letzten Jahren immer weiter nach oben gerückt. Um ihre Nachhaltigkeitsbemühungen möglichst effektiv voranzutreiben, sind sie jedoch auf ebenso detaillierte wie verlässliche Informationen angewiesen. Gleichzeitig werden die regulatorischen Anforderungen zunehmend anspruchsvoller. ESG-Daten – zu Themen wie Treibhausgasemissionen über potenzielle Gender-Pay-Gaps bis hin zum Risikomanagement – haben sich daher zu maßgeblichen Indikatoren für die finanzielle Leistungsfähigkeit, Resilienz und Nachhaltigkeit eines Unternehmens entwickelt. Führungskräften und Investoren dienen sie oft als Grundlage, um richtungsweisende strategische Entscheidungen zu treffen. Nicht zuletzt geben ESG-Daten auch der breiteren Öffentlichkeit Einblicke in die Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung der Unternehmen. ESG-Datenstrategien oft lückenhaftViele Banken sind bereits im Begriff, spezifische ESG-Strategien zu entwickeln und zu implementieren. Sie sollen deren Maßnahmen in puncto Umwelt, Soziales und Unternehmensführung bündeln und Kriterien definieren, um Erfolge langfristig zu verankern. Den Knotenpunkt eines holistischen Nachhaltigkeitsansatz bildet dabei eine ESG-Datenstrategie, die die einzelnen Informationsfäden zusammenführt und koordiniert. Doch bei einigen Kreditinstituten gestaltet sich die Erfassung und Integration von ESG-Daten in ihre Geschäftsstrategie und -berichterstattung noch als schwierig. Im schlechtesten Fall kann dies zu einer ungenauen oder unvollständigen Darstellung und Steuerung ihrer ESG-Performance führen. Zu den häufig anzutreffenden Hürden zählen unter anderem:
Künftig werden darüber hinaus umfangreichere Berichtstandards im Zuge der CSRD und der damit einhergehenden, sich ausweitenden Konkretisierungen erwartet. Belief sich der Informationsbedarf auf ehemals rund 50 bis 70 explizite Datenpunkte, kann er sich heute auf etwa 1.500 oder – je nach Auslegung und Definition – sogar auf bis zu deutlich über 9.000 Fundamentaldatenpunkte erhöhen. Mehr Transparenz als ZielEine vollintegrierte ESG-Datenstrategie kann Abhilfe schaffen, indem sie dazu beiträgt, die Nachhaltigkeitsinformationen über die gesamte Organisation hinweg präzise darzustellen und nachvollziehbar zu machen. Gleichzeitig ist sie in der Lage, einen größeren operativen Nutzen für das Unternehmen zu generieren. Zu den Eckpfeilern einer solchen Strategie gehört es, Transparenz in Bezug auf Einzelprojekte – etwa den Erfolg nachhaltiger Produkte oder die Umsetzung regulatorischer Vorgaben – zu schaffen. So wird mittels einer Data Map visualisiert, wie die Informationen aus verschiedenen Eingabemasken oder Projekten in einzelne Anwendungen, wie etwa einen Emissionsrechner, fließen. Diese Visualisierung kann eine strategische Klammer um alle relevanten ESG-Daten bilden. Erfolgsfaktoren einer ESG-DatenstrategieNach Bain-Erfahrungen aus zahlreichen Kundenprojekten sind für Banken fünf Punkte entscheidend, um eine erfolgreiche ESG-Datenstrategie zu weben:
Intelligent umgesetzt, kann eine ESG-Datenstrategie Banken so einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Denn sie verbessert die Entscheidungsfindung, stärkt das Risikomanagement, fördert die Transparenz fördert, steigert die Attraktivität für Investoren – und trägt somit zur langfristigen Wertschöpfung des Unternehmens bei. |