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Die digitale Versicherung der Zukunft
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Weltweit kämpfen Versicherer mit Ausmaß und Geschwindigkeit der Digitalisierung. Darüber hinaus drängen immer mehr Start-ups aus der Technologieszene und junge Unternehmen in die Versicherungsmärkte. Diese machen sich mit ihrem Angebot das Interesse der Verbraucher an digitalen Alternativen zunutze. Auch reagieren sie damit auf deren Unzufriedenheit mit traditionellen Serviceangeboten und Tarifstrukturen.

Die Begeisterung der Kunden für digitale Wege im Versicherungsgeschäft lässt sich nicht zuletzt auf Erfahrungen aus anderen Branchen wie Einzelhandel oder Telefonie zurückführen. Laut einer Bain-Studie aus dem Jahr 2014, bei der rund 160.000 Versicherungsnehmer in 18 Ländern befragt wurden, liegt der Anteil digital aktiver Kunden weltweit zwischen 35 und 70 Prozent – Tendenz steigend. In den kommenden drei bis fünf Jahren wollen durchschnittlich 79 Prozent der Verbraucher digitale Kanäle für Interaktionen mit ihrem Versicherer nutzen. Dies reicht von der Informationsbeschaffung über den Service bis hin zur Schadensmeldung.

Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Ländern sowohl in Ausmaß und Geschwindigkeit der Digitalisierung – hier liegt Deutschland im Mittelfeld – als auch bei den von Kunden gewünschten Schwerpunkten wie Information, Kauf und Serviceleistungen. Die internationalen Anbieter müssen ihr Vorgehen deshalb an den unterschiedlichen Grad der Nachfrage in den Regionen anpassen.

Ungeachtet dessen haben die meisten Führungskräfte in der Versicherungsbranche erkannt, dass sie mehr in digitale Technologien investieren müssen. Noch aber besteht Unsicherheit dahingehend, wo begonnen und wie vorgegangen werden soll, um die digitale Innovation geordnet voranzutreiben und die Organisationen neu zu strukturieren. Die Ergebnisse der weltweiten Bain-Studie unter 70 Sach- und Lebensversicherern zeigen, dass es vielen Anbietern an Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zur Umsetzung des digitalen Wandels mangelt. Rund 60 Prozent der Unternehmen fehlen demnach noch zentrale Elemente für eine erfolgreiche digitale Transformation. Dazu gehören ein klares digitales Zielbild inklusive Fahrplan oder ein umfassendes Verständnis der Risiken.

Das Bain-Benchmarking soll Führungskräften bei Versicherern helfen, den Stand der digitalen Entwicklung in der Branche besser zu verstehen. Zudem zielt es darauf ab, sie bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer digitalen Strategien in den nächsten drei bis fünf Jahren nachhaltig zu unterstützen.

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