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Brief

Autonomes Fahren: Zukunftsstrategien für Automobilzulieferer

Autonomes Fahren: Zukunftsstrategien für Automobilzulieferer

Was führende Zulieferer jetzt angehen müssen.

  • 2. März 2017
  • Min. Lesezeit

Brief

Autonomes Fahren: Zukunftsstrategien für Automobilzulieferer

 

Es vergeht kaum mehr ein Tag ohne Schlagzeilen über vielversprechende Pilotprogramme und das enorme Potenzial von autonomen Fahrzeugen. Selbstfahrende Autos und LKWs versprechen die Wirtschaft in beinahe jeder Branche grundlegend zu verändern.

Der Weg hin zu dieser fahrerlosen Zukunft ist jedoch komplexer, als er auf den ersten Blick erscheint. Die Produktion vollautonomer Autos wird sich vermutlich noch einige Zeit auf geringere Stückzahlen beschränken. In der Zwischenzeit werden Assistenzsysteme in der Branche eine größere Rolle spielen, da Fahrer zunehmend auf Technologien vertrauen, die eine leitende Funktion übernehmen und die Fahrentscheidungen stützen. Diese neuen Technologien zu beherrschen, wird für Autohersteller und Zulieferer erfolgsentscheidend sein und ihnen die erforderlichen Kompetenzen an die Hand geben, um zuverlässige autonome Fahrzeuge anbieten zu können.

Führende Automobilzulieferer müssen in zwei eng miteinander verbundenen – jedoch voneinander zu unterscheidenden – Segmenten präsent sein:

  • Fahrassistenzsysteme (FAS). In den kommenden zehn Jahren werden die meisten Verbraucher eher Autos mit Technologien kaufen, die den Fahrer unterstützen. Dazu gehören beispielsweise automatische Notbremssysteme oder Parkassistenten.
  • Autonomes Fahren (AF). Vollautonome Fahrzeuge werden die finanziellen Möglichkeiten der meisten Autokäufer in den nächsten Jahren noch deutlich übersteigen. Für Taxiunternehmen und andere Mobilitätsdienstleister werden solche Fahrzeuge jedoch immer attraktiver, da sie einzelne Fahrer ersetzen und somit Kosten senken können.

Der Massenmarkt wird zunächst weiter von traditionell fahrergesteuerten Autos bestimmt. Doch immer umfangreichere und leistungsfähigere Assistenzsysteme ermöglichen ein mehr und mehr teilautonomes Fahren. Das weltweite Marktvolumen für Zulieferer in diesem Segment steigt laut Bain-Analysen bis 2025 auf 22 bis 26 Milliarden US-Dollar, was einem jährlichen Wachstum von 12 bis 14 Prozent entspricht.

Hochautonome Systeme werden 2025 laut Bain-Studie selbst im optimistischsten Szenario lediglich in rund 10 Prozent der Neuwagen eingebaut sein. Dabei sind auch diejenigen Systeme berücksichtigt, die es dem Fahrer nur in bestimmten Situationen erlauben, sich mit anderen Dingen zu beschäftigen, statt sich auf den Verkehr zu konzentrieren.

Was führende Zulieferer jetzt angehen müssen

  1. In beiden Segmenten präsent sein. Entwickeln Sie eine flexible, szenariobasierte Strategie und investieren Sie sowohl in FAS- als auch AF-Projekte.

  2. Markverschiebungen und disruptive Entwicklungen beobachten.Konzentrieren Sie sich auf neue Wettbewerber und Start-ups im Softwarebereich.

  3. Schlüsselkompetenzen entwickeln. Investieren Sie in Softwareentwicklung, Raw Data Fusion sowie maschinelles Lernen und schaffen Sie in Ihrem Unternehmen eine Technologie-Kultur.

  4. Übernahmen, Fusionen und Partnerschaften prüfen. Bauen Sie notwendige Fähigkeiten, Technologien und Personal auf, um Autobauern Komplettlösungen anbieten zu können.

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